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Urs Faes empfiehlt

 

Barbara Honigmann: Mischka

 

Barbara Honigmann gelingt es wieder, die Lesende in entfernte Welten und Zeiten zu führen und sie erzählerisch in drei Portraits (von Frauen)zum Vergnügen zu machen - Romane in Pillenform.

»Eigentlich war es kein Kreis, eher ein Kosmos, ein Universum, das mich in meiner Kindheit und Jugend umstrahlte.« Barbara Honigmann erzählt vom Leben und Überleben der Freunde ihrer Eltern, die den Lagern der Nazis und des Gulag entkamen. Junge jüdische kommunistische Intellektuelle, die für ihre Ideale teuer bezahlten und von denen einige doch immer wieder Auswege fanden. Mischka zum Beispiel brachte in ihrer Moskauer Zweizimmerwohnung in den Siebzigerjahren Dichter und Dissidenten zusammen, die dem Sowjetregime die Stirn boten. Vor dem Hintergrund der mörderischen Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts bestechen diese mitreißend erzählten Erinnerungen an Bekannte, Gefährten, geliebte Menschen vor allem durch ihre Freundlichkeit, ihre Wärme, ihren Witz.

 

Verlag: Mischka

ISBN: 978-3-446-28225-4

 

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